Mein Ich ist weg
Hab geschaut unter dem Tisch –da liegen nur die Reste der letzten Wochen restliche Dinge die vollkommen verstaubt ohne Bedeutung die Räume füllen
Im Schrank… dort finde ich alle Kleider die ein Bild Formen von Rollen die ich zu spielen vermag
Im Schuhschrank… dort sind sie alle, die Schuhe deren Spuren im Sand meine Wege zeigen auf denen ich irre und tanze
Dann schau ich in den Kühlschrank... abgelaufene Reste von Speisen die mir Nahrung geben sollten für meinen Körper, der mich tragen soll durch all diese Wirrnisse.
Ich höre die Musik der letzten Wochen und finde mich wieder in einen Trance von Emotionen einerseits frei und wild…dann schwer und traurig …
Lege mich schlafen, ziehe mir die Decke über den Kopf und warte dass eine Antwort kommt.
Verharre…
Und dann vermag ich den Mut zu finden, der mir zuruft…hey du schlaffe Made… bist du so weit gegangen um dann wegen einen Hauch von Wind so lange in ein Loch zu kriechen bis die Sonne scheint?
Ich, dein Leben, habe dich getragen bis hier her. Wir waren nicht immer einer Meinung und du bist eine ziemlich trotzige Person. Das gefällt mir an dir.
Hör auf dein Herz
Auf dein Ich… es ist nicht weg. Du hast es getauscht gegen die Komfortzone wo man einfach im nichts tun verharrt.
Ich kenne deine Wildheit
Deine unverrückbare Sucht nach erfüllten Leben
Nach Erlebnissen die deine Erinnerungen füllen
Die Sanftheit die du niemanden zu zeigen wagst
Die Sehnsucht nach Halt dabei würdest du bei der kleinsten Fessel explodieren
Wo ist dein Vertrauen geblieben? ich bin doch bei dir…
Ich gab dir alles was du brauchst. Nimm es dir. Sei verwegen, greif dir die reifen Früchte, sag Nein zu dem was nicht du bist
Sag ja zu allen Unsinn und erfülle dich mit Liebe--Leben und Lachen. Deine Begrenztheit ist jämmerlich.
Der Anspruch dass im außen sich alles richtet ist Makulatur. Richte dich auf und segle mit dem Gegenwind…
Ich suche also immer noch mein Ich… weil ich diese Informationen verdränge….
Renne
Suche
heule
schreie…..
warte das jemand kommt der es mir bringt- mein Ich….
erschöpft finde ich mich … atme … warte… atme tiefer… bei mir nur bei mir höre ich wie mein Atem sich durch meinen Körper quält... tiefer ich beuge mich... und beginne zu begreifen... nur ein Hauch in der Ferne ein kleines Licht... ich atme weiter beginne mich zu verbinden mit mir selbst.
Da die Schatten- ich schau kurz hin- schwarz – aber vertraut. Ein Teil von mir.
Dann das Licht – es blendet.
Atme und falle immer mehr in die Wellen der Wilden Gezeiten.
Irgendwann wird mir klar… das mein eines Ich und das andere Ich in mir- mit mir und immer wahr und klar sind.
Grenzen mache ich mir selber.
Ich nehme meine Kraft und gehe weiter. Wachse daran und danke.
Alles was ich brauche bekomme ich.
Danke an die tiefe Freundschaft, an die Liebe
…. Jetzt laufe ich ins Licht…
… so nah………
Es ist schon spät am Abend als ich an der Tür klopfe und mir eine junge Frau öffnet. Ich habe einen Termin zur Massage der Frau, die mein Stammkunde sich für 3 Tage gekauft hat.
Etwas verlegen lächelt sie mich an. Ihr deutsch ist nicht so sicher, daher reden wir englisch. Ihre dunklen Augen blitzen und mir wird klar wie jung sie ist. Sie kommt aus Kenia. Ihr zarter makelloser Körper ist gepflegt. Ich frage sie nach Beschwerden, Schmerzen und Bedürfnissen – wir einigen uns auf RELAX. Also beginne ich mit den Vorbereitungen und als ich damit fertig bin bitte ich sie sich hinzulegen. „Ist es ok. wenn du nackt bist?“ frage ich sie. Jetzt lacht sie und wir sehen uns kurz in die Augen. Es ist ein Moment der sich anfühlt als tauche ich ganz tief und spüre eine Verbundenheit die es unter Frauen manchmal gibt. Wir sind uns kurz ganz nah und verstehen.
Also beginne ich…. Langsam „begreife“ ich sie… in den ersten Minuten fühle ich mich hinein – versuche es – weil da ist diese Mauer, die sie hat. Die klar macht, dass sie keine Tiefen zulassen kann. Wir schweigen und erst jetzt bemerke ich die von ihr ausgewählte Musik. Don Giovanni ein Meisterwerk. Nicht nur die Musik bewegt, auch die Geschichte der Oper. In dieser Stunde könnte es keinen passenderen Hintergrund geben.
Surreal diese Situation und doch so vertraut. Sie lässt immer mehr los. Sie entspannt und ich nehme ihn an, den Raum den sie zulässt. Ich fühle – und ich schweige.
Eine kurze Verbundenheit. Kein Schmerz. Nur diese Fähigkeit den Moment anzunehmen.
Als wir uns verabschieden ist da dieser Blick und mein Herz das mir zeigt, dass es wieder etwas gelernt hat. Ich fahre nach Hause und bin nicht mehr dieselbe.
Wenn es uns gelingt in den Moment einzutauchen der uns umgab als wir durch die Gärten schlichen
Wenn wir den Wind noch spüren können der uns durchströmte als wir auf der Kletterstange saßen.
Wenn wir die Sonne noch sehen und es immer noch möglich ist so lange zu lachen bis wir weinen, wenn Erinnerung so nah sein kann das wir sie greifen können, die damals gefühlte Freiheit atmen dann haben wir unsere unbeschwerte Kindheit in unseren Herzen. Dann sind die gelebten Jahre nur eine Zahl. Wir tanzen weiter zusammen durch die Zeit und können uns nah sein.
Die Erinnerung ein wertvoller Schatz der uns tragen kann. Wir haben dafür einen Platz in unseren Herzen und das schönste ist, dass es uns gelungen ist uns wieder so nah zu sein.
Wir können immer noch stundenlang quasseln
Drama machen
Lachen und weinen
Tanzen und singen
Wir sind fertig unfertig
Hart und weich
Wissend unwissend
In verschiedenen Lebensformen zu Hause, jedoch nah und vertraut.
Das Leben ist schön.
Schön dass du dabei bist
Ihr seid meine Kinder.
Das ist kein Besitz. Das ist die Entscheidung eine gewisse Zeit miteinander durch das Leben zu gehen.
Und wenn alles ein Kreis ist dann finden wir immer wieder zusammen. Ihr habt meine Welt auf den Kopf gestellt.
Durch euch weiß ich was Liebe ist.
… weiß ich wie bunt die Farben sind.
….wie lebendig das Leben ist
…was es bedeutet zu vertrauen
….wie schön es ist zu lachen
Wie wir immer wieder zusammen hochkochen in unserer jeweiligen gegensätzlichen Empfindung – uns doch immer wieder annähern.
Zu Hause ist wo wir zusammen sind.
Danke dass ihr da seid.
Hab euch lieb - Mama
WAGEMUT
Abseits der großen Straße, da bin ich unterwegs In den schmalen Gassen auf holprigen Wegen und den Wiesen ohne Richtungsangabe, weil der Wind dort noch so wunderbar weht.
Dort treffe ich Menschen die auch da gehen nicht so viele doch mit Herz und Verstand. Mit Narben und Wunden und Augen die blitzen und sie sehen die Schrift an der Wand
Was ist passiert auf den Straßen der vielen? Die Herzen gebrochen? Instinkte verloren? Vergessen wie es schmeckt, wenn man lebt? Wie es sich anfühlt zu brennen sich zu irren und doch weiter zu gehen und noch mehr zu erleben die Stimme erheben
Und die Schrift zu erkennen an der Wand?
Was lässt euch so stumpf sein? Man wickelt euch ein… euer Geist manipuliert ist beim Fernsehen passiert! Beim Surfen durchs Netz dort müsst ihr nicht denken, braucht nur die Parolen schnell weiterlenken.
Lasst uns barfuß laufen die Sinne schärfen den Geist anregen dann die Stimme erheben die Straße verlassen andere Wege finden das Feuer entfachen wieder mehr und mehr lachen.
Selber denken und immer selber lenken. Über den Tellerrand sehen auch mal am Abgrund stehen.
Und die Schrift erkennen die da steht an der Wand.
Wir sind so viele, lasst uns Mut wagen unsere Meinung sagen … die Behaglichkeit verlassen andere Räume zulassen. Hinsehen wenn andere wegsehen. Missbrauch erkennen und die Schuldigen nennen. Etwas mehr Wagemut täte uns allen gut.
Das Unrecht nicht in der Fußnote schreiben, sondern mit
großer Schrift an die Wand.
Meine Brüder…
…. Hinein geboren in eine Familie- Vertrauen gesucht, Halt und Liebe.
Weil das ja so ist – eigentlich.
Jeder verschieden.
Wahrnehmung subjektiv.
Die Seelen vertraut und mit den Jahren fremd.
Das Blut fließt mit gemeinsamer DNA.
Unsere Wege verlaufen sich im irgendwo….
Jeder einen Raum suchend der uns zuruft...
Bleib – hier bist du daheim.
Pi ist eine mathematische Konstante
Die als Verhältnis eines Kreises zu seinem Durchmesser definiert ist …. Egal wie groß der Kreis ist
Wenn ich versuche dies als Komponente in mein Leben einzufügen ….
- Wenn ich den Kreis verlasse entsteht eine Lücke
- Ist schnell gefüllt, weil ja niemand die Lücken offenbaren will
- Dann… ist zu… Kreis wieder rund
- Rückkehr unkomfortabel
- Jeder bemüht die Ecken wie ein Puzzle in den Kreis einzufügen
- Andersartig nicht erwünscht
- Also ist Pi immer gleich groß – egal wie groß der Kreis ist aus dem ich ging?
- Oder wie klein?
- Wenn das Leben eine Gleichung ist bin ich nicht Pi – bin ich der Durchmesser? Aber wenn die Komponente immer Pi ist…???